66. Informationsgespräch

Von der Abfallwirtschaft zur Stoffflusswirtschaft
von Bundesminister a.D. Jürgen Trittin

Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger und die private Entsorgungswirtschaft haben rd. 10 Mrd. € investiert und ca. 15.000 Dauerarbeitsplätze neu geschaffen. Das ist nachhaltige Umweltpolitik und zugleich zukunftsweisende Wirtschaftspolitik.


Erfolgreiche Umsetzung der Deponieverordung mit der MBA Linz, Österreich
von Dipl.-Ing. Gerhard Pilz

Die Landeshauptstadt Linz in Oberösterreich hat sich für den Weg der mechanischbiologischen Abfallbehandlung entschieden. Linde Umwelttechnik konnte gemeinsam mit der LINZ AG nach nur einem Jahr Bauzeit den ersten Schritt, eine hochmoderne MBA realisieren, die sowohl in technischer und wirtschaftlicher als auch in ökologischer und nicht zuletzt in standortverträglicher Hinsicht höchste Qualitätskriterien erfüllt. Pünktlich zum Inkrafttreten der Deponieverordnung mit Beginn des Jahres 2004 startete der Betrieb mit einem jährlichen Durchsatz von 60.000 Mg Restabfall. Am gleichen Standort werden auch weiterhin 14.000 Mg/a Bioabfall in der umgebauten Kompostanlage mittels Linde-Tunneltechnik verarbeitet.


Die Umsetzung der Abfallablagerungsverordung am Beispiel der Region Hannover
von Dipl.- Ing. Theo Schneider, Dr. Beate Vielhaber, Astrid Franssen

Das Abfallentsorgungskonzept der Region Hannover führt die in den früher zuständigen kommunalen Körperschaften Landkreis und Landeshauptstadt Hannover begonnenen Planungen zur Umsetzung der TA Siedlungsabfall (später Abfallablagerungs- Verordnung) zusammen. Aus der im Jahre 2003 erfolgten Fusion zu aha sind Möglichkeiten einer optimierten Entsorgungsstruktur für die Region Hannover entstanden.


Stoffstromspezifische Behandlung von Rest-, Bau- und Gewerbeabfällen ab dem 1. Juni 2005 bei der MEAB
von Klaus-Peter Bollin, Dr. Bernd E. Müller

Ab dem 1. Juni 2005 wird die Märkische Entsorgungsanlagen- Betriebsgesellschaft (MEAB) mbH Rest-, Bau- und Gewerbeabfälle aus acht Brandenburgischen Landkreisen und Städten und der Bundeshauptstadt Berlin behandeln, verwerten und ablagern.


Offene Nachrotte bei MBA-Verfahren-Messung diffuser Abluftemissionen
von Prof. Dr. Rainer Wallmann, Dr.-Ing. Joachim Dach, Dr.-Ing. Martin Idelmann, Dipl.-Ing. Jürgen Hake

Die 30. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (30. BImSchV) fordert in den Paragraphen 4 und 5 die vollständige Kapselung mechanisch-biologischer (Rest-) Abfallbehandlungsanlagen (MBA). Die auftretenden Abluftströme der Anlagen sind demnach zu fassen und einer Behandlung zuzuführen.


Vergleich von Konzepten für die biologische Stufe von MBA
von Dr.-Ing. Ketel Ketelsen, Dr. rer. nat. Karsten Kanning, Dipl.-Ing. Elisabeth Fehre

Nach aktuellem Planungs- und Realisierungsstand werden Ende 2005 / Anfang 2006 in 51 MBA-, MBS- und MPS-Anlagen Behandlungskapazitäten in für ca. 5,6 Mio Mg/a Siedlungsabfall zur Verfügung stehen. Darin nicht enthalten sind 17 Anlagen, die nur über eine mechanische Aufbereitung verfügen und eine Kapazität von ca. 1,6 Mio Mg/a aufweisen. Darüber hinaus werden eine Vielzahl von mechanischen Aufbereitungsanlagen von privaten Entsorgern realisiert oder schon betrieben, die zur Erzeugung von Ersatzbrennstoffen / Sekundärbrennstoffen aus Gewerbeabfällen, produktionsspezifischen Abfällen etc. dienen.


Mechanisch-biologische Verfahren zur Restabfallbehandlung - Perspektiven und Visionen
von Dr.-Ing. Heike Santen, Dipl.-Geoökol. Tobias Bahr, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke

Das Jahr 2005 wird zu Recht als Meilenstein in die Geschichte der Abfallwirtschaft eingehen. Was folgt? Kurzfristig wird keine Langeweile aufkommen, werden wir uns mit den unmittelbaren Nachwehen der Ablagerungsverordnung beschäftigen müssen - aller Voraussicht nach mehr, als es einigen lieb ist. Aber was folgt danach?


Stand der MBA - Technologie in Deutschland
von Thomas Grundmann, Dipl.-Ing, Dipl.-Wirt.-Ing. Daniel Rohring

Ein starker Anstieg der Abfallmengen in den 80er Jahren und erkennbare Umweltschäden aus der Ablagerung von unvorbehandelten Siedlungsabfällen wie belastetes Sickerwasser und treibhauswirksames Methangas waren der Anlass für die Suche nach besseren Entsorgungskonzepten. Abfallfachleute erkannten neben dem Erfordernis einer intensiveren Abfallverwertung auch die Notwendigkeit einer Vorbehandlung vor der Ablagerung.


Thermische Verfahren zur Restabfallbehandlung, - Perspektiven und Visionen
von Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Karl J. Thomé-Kozmiensky

Die Abfallverbrennung hat sich seit dem Bau der ersten deutschen Anlage im Jahr 1896 in Hamburg von einem einfachen Müllofen, der in erster Linie der Hygienisierung des die Gesundheit gefährdenden Stadtabfalls diente, zu einem erprobten und zuverlässigen Behandlungs- und Abfallverwertungsverfahren entwickelt, dessen Produkte – Heißwasser, Dampf, elektrischer Strom, Salzsäure, Natriumchlorid, Gips, Metallschrott und Schlacke – mit Sicherheit und gegen Bezahlung vom Markt abgenommen werden.


Status Quo und Perspektiven 2020 der thermischen Verfahren zur Restabfallentsorgung
von Dr. Kyra Dreher

Die Notwendigkeit der Vorbehandlung von Siedlungsabfällen vor einer Ablagerung ist bereits seit Mai 1993 durch die Verabschiedung der TA Siedlungsabfall bekannt. Bedauerlicherweise wurde der festgelegte zwölfjährige Übergangszeitraum vornehmlich dazu genutzt um abzuwarten wie sich der Entsorgungsmarkt entwickelt und wie Ausnahmeregelungen von den Behörden gehandhabt werden. Blickt man zurück, wurde diese Vorgehensweise durch eine ganze Reihe von Unsicherheitsfaktoren begünstigt.


Der Werdergang von TA Siedlungsabfall und Abfallablagerungsverordnung - Ein kritischer Rückblick
von Dr. C.-André Radde, RDir Dr. Claus-Gerhard Bergs

Am 1. Juni 2005 geht die 12-jährige (!) Übergangsfrist der TA Siedlungsabfall zu Ende. Ohne Übertreibung kann festgestellt werden, dass dieser Tag einen zentralen Einschnitt im Bereich der Siedlungsabfallentsorgung bedeutet.


Partnerschaft als Basis zur Modernisierung der Stoffstromwirtschaft
von Hans-Jürgen Cierzon

Kein zweites Jahr seit Inkrafttreten des KRW-/AbfG hatte es so in sich, wie das Jahr 2005. Die Entsorgungs- und Recyclingbranche befindet sich gegenwärtig in einer Phase des strukturellen Umbruchs und der Zäsur.


Kommunale Unternehmen als Garant nachhaltiger Abfallwirtschaft
von Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Ulrich Siechau

Die Abfallwirtschaft hat sich in den vergangenen rund 10 Jahren grundlegend gewandelt. Angestoßen durch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, die Verordnungen zum Umgang mit Abfällen und die europäische Gesetzgebung, aber auch allein bedingt durch die technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Abfallbehandlung, haben sich vor allem für die kommunale Abfallwirtschaft die Randbedingungen grundlegend geändert.


Von der Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft - Visionen 2020
von Dipl.-Ing. Peter Hoffmeyer

Die private Entsorgungswirtschaft versteht sich als „Dienstleister mit gesellschaftlichem Mehrwert“. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten konsequent gewandelt – von Müllkutschern hin zur innovativen Hightech-Branche. Sie ist Impulsgeber und Partner der Politik (Beispiel: Einführung der Kreislaufwirtschaft in den 90er Jahren), sowie enger Partner der Industrie. Umweltschutz genießt heutzutage aber keine politische Priorität mehr. Auch ist es in der jüngeren Vergangenheit aus unterschiedlichen Gründen zu einem Investitionsstau im Bereich der Umweltdienstleistungen gekommen.


Abfallablagerungsverordnung - Stand der Umsetzung in den Bundesländern: "Haben wir es erreicht?"
von Stefan Mörsdorf

Als 1993 die TASi in Kraft trat, hatten wir im Saarland noch ein Gesamtaufkommen an zu beseitigenden Siedlungsabfällen – ohne Bauabfälle – in der Größenordnung von einer halben Million Megagramm pro Jahr; davon allein 345.000 Mg/a Hausmüll, also ein Pro-Kopf-Aufkommen von 318 kg/E x a. Dem stand eine Verbrennungskapazität von 120.000 Mg Jahresleistung in der damals einzigen MVA gegenüber; d.h. rund ¾ des Abfallaufkommens musste auf den 3 Hausmülldeponien des landesweit zuständigen Entsorgungsverbandes abgelagert werden.


Restabfallbehandlung und -beseitigung - Wie funktioniert es in Österreich?
von Dipl.-Ing. Leopold Zahrer

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist heute allgemein anerkannte Leitlinie des Umweltschutzes und insbesondere der Abfallwirtschaft und damit orientieren sich die Ziele einer integrierten und umfassenden Abfallwirtschaft an den Nachhaltigkeitskriterien. Das Vorsorgeprinzip als wichtiges Element einer nachhaltigen Entwicklung und die Kriterien der Nachhaltigkeit, insbesondere die umfassende Ressourcenschonung, die Reduktion der Emission von Luftschadstoffen und klimarelevanten Gasen spiegeln sich in den Zielen und Grundsätzen im österreichischen Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002) i.d.g. Fassung 2004 wider. Kern einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist die Steigerung der Ökoeffizienz, wobei der Erhöhung der Materialeffizienz eine vorrangige Bedeutung zukommt und für die Abfallwirtschaft maßgebend ist.


Position der Umweltverbände zur Normung von Brennstoffen aus Abfall
von Dipl.-Ing. Christian Tebert

Im Jahr 2002 beauftragte ECOS das Beratungsunternehmen ÖKOPOL GmbH – Institut für Ökologie und Politik – mit der Teilnahme als technische Experten in der europäischen Normungsgruppe des CEN „TC 343 Solid recovered fuel“ ECOS, „European Environmental Citizens Organisation for Standardisation“, ist eine gemeinnützige Organisation, die 2002 mit einem Sekretariat in Brüssel gegründet wurde. ECOS-Mitglieder sind national oder europaweit aktive Umweltschutzverbände wie der WWF, Birdlife, Danmarks Naturfredningsforening, Svenska Naturskyddsföreningen, Friends of the Earth Europe, der BUND, der DNR und das Europäische Umweltbüro EEB. ECOS erhält finanzielle Unterstützung durch die europäische Kommission. Bei der Normungsorganisation CEN ist ECOS als assoziiertes Mitglied registriert.


Erfahrungen der Zementindustrie mit der Verwertung von Ersatzbrennstoffen
von Martin Oerter

Unabhängig von der Art des eingesetzten Brennstoffs stellt das Klinkerbrennen einen Stoffumwandlungsprozess dar. Dabei werden die fein gemahlenen Rohstoffe (Kalkstein, Ton, Kalkmergel) in Drehrohröfen bis zum Sintern erhitzt. Aus den Ausgangsstoffen bilden sich dann die so genannten Klinkerphasen, die dem Produkt Zement seine charakteristischen Eigenschaften der hydraulischen Erhärtung verleihen.


Verwertung von Ersatzbrennstoffen in der Papierindustrie
von Prof. Jürgen I. Schönherr

Ein mit Ersatzbrennstoffen befeuertes Kraftwerk ist eine Anlage, die als Brennstoff Ersatzbrennstoffe verwendet und nur in der Anfahrphase und bei Unterbrechung der Ersatzbrennstoffzufuhr auf fossile Brennstoffe zurückgreift. D. h., diese Kraftwerke müssen die Vorgaben der 17. BImSchV sicher einhalten.


Thermische Verwertung im Anlagenverbund der BKB
von Dr.-Ing. Roland Scharf

Die BKB Aktiengesellschaft wurde 1873 als Braunschweigische-Kohlen-Bergwerke AG gegründet. Als Bergbauunternehmen und Stromversorger hat das Unternehmen im Helmstedter Revier Geschichte geschrieben. BKB fördert heute noch im Tagebau Schöningen Braunkohle, die im Kraftwerk Buschhaus verstromt wird.


Erzeugung von EBS für den Einsatz in Zement- und Kraftwerken - EBS-Anlage Ennigerloh
von Dr. Hubert Baier

Aufgrund der großen Zementwerksdichte in unmittelbarer Nachbarschaft sowie Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen in weiterer Nachbarschaft, stellte sich bereits 1991 im Kreis Warendorf schnell die Frage, wie die Abfallwirtschaft diese lokalen Rahmenbedingungen sinnvoll für ihr Abfallkonzept nutzen könnte.


Expierences with the private sector that you will not find in textbooks
von Adrian Coad

For years, opinion leaders who are familiar with private sector participation have urged that involving private enterprises in the provision of solid waste management services should not be seen as a panacea, a cure for all problems, even though it has often resulted in very significant improvements in many situations. Experience has led some experts to believe that if a local government body has not been able to provide a satisfactory solid waste management service using its own resources, it will not be able to engage a private enterprise to provide the service in a satisfactory way. Some assert that involving the private sector always results in increased corruption and misappropriation of public funds. However most voices are in favour of private sector participation – some because of positive experience, some because of their political standpoint, and some out of a desperation nurtured by the failure of the public sector.


Technologie und Know-How-Bedarf in der Abfallwirtschaft ausgewählter nordafrikanischer Länder
von Bernd Hasel

Die Untersuchungen zum Technologie und Know-How Bedarf in der Abfallwirtschaft ausgewählter Nordafrikanischer Länder erfolgten im Rahmen des Regionalen Abfallwirtschafts- Projekts (Regional Solid Waste Management Project - RSWMP), das von der Weltbank gemanagt und von der EU finanziert wird. Die Projektdurchführung erfolgt koordiniert durch die Regional Management Group durch ein Internationales Consulting-Consortium aus GTZ (International Services), ERM und GKW. Das RSWMP Projekt ist Teil des METAP Programms (Mediterranen Environmental Technical Assistance Programme).


Perspektiven der deutschen Abfall- und Recyclingtechnik auf ausgewählten Exportmäkten.
von Markus Heering, Yvonne Bläßer, Oliver Wack

Der Begriff „Globalisierung“ ist eines der am häufigsten gebrauchten und diskutierten Schlagworte unserer Zeit. Obwohl der Begriff und die Auswirkungen kein ausschließliches Phänomen unserer Epoche sind, bekommen wir gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Folgen zu spüren. So kontrovers auch die Auswirkungen der Globalisierung für die industrielle Gesellschaft diskutieren wird, so notwendig ist auf der anderen Seite der globale Umweltschutz gerade jetzt.


Mitverwertung von Abfällen in Zementwerken von Schwellen- und Entwicklungsländern - Chancen, Risiken und Hemmnisse
von Dr.-Ing. Dieter Mutz, Dörte Ziegler

Ein zunehmendes Problem in Entwicklungs- und Schwellenländern zeichnet sich durch die unkontrollierte Entsorgung von festen und flüssigen Sonderabfällen ab. Abfälle werden in den meisten dieser Länder vorzugsweise über die Abwasserkanalisation entsorgt, auf firmeneigenem Gelände vergraben oder verbrannt, an ungeeigneten Standorten illegal abgekippt oder mit dem Hausmüll auf Deponien abgelagert, die den technischen Anforderungen für eine umweltgerechte Entsorgung nicht genügen.


Stärkere Präsenz in internationalen Märkten durch Bündelung von deutschem Wissen - Ein strategischer Ansatz für KMUs
von Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer

Wir wollen das Ergebnis des strategischen Ansatzes für qualifiziertes Wachstum durch Auslandsaufträge nicht vorwegnehmen und die Überlegungen Schritt für Schritt vornehmen. Lösen wir uns zunächst für 20 Minuten von der Vorstellung, dass den Deutschen Ingenieuren in der Welt niemand das Wasser reichen kann.


Emissionsrechtehandel und Abfallwirtschaft - Chancen und Risiken von internationalen Klimaschutzprojekten mit den flexiblen Instrumenten CDM und JI in der Praxis
von Dr. Roland Geres, Dr.-Ing. Heike Santen, Dipl.Geogr./ Dipl.Ökonom (FH) Bernhard Grimm, Markus Rothe, Martin Treder

Das 1997 verabschiedete Kyoto Protokoll verpflichtet die Industrie- und Transformationsländer völkerrechtlich verbindlich zu konkreten und individuellen Minderungen von sechs Treibhausgasen um durchschnittlich 5,17% im Zeitraum 2008 bis 2012 bezogen auf 1990. Diese so genannten Kyoto-Gase sind: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW/ HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6).


Abfallwirtschaft in Asien - Status Quo und Marktpotenziale in China, Thailand, Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen

bfai – Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln. Das einfache Deponieren von Abfall steht in der Region bei der Müllentsorgung vielfach noch im Vordergrund. Nach Schätzungen sollen sich z.B. in der VR China die festen Abfälle bis 2001 auf 10 Mrd. Mg aufgehäuft haben. Sie bedeckten damit eine Fläche von fast 800 Mio. qm. Die jährliche Gesamtmenge an Haushaltsabfällen stieg dort nach offiziellen Angaben von 1996 bis 2001 um etwa 4% p.a. und erreichte 2002 ca. 136 Mio. Mg. Das Wachstum des Festmülls nur in den Städten wird nach Angaben des New Technology Development Centre sogar auf 8% p.a. geschätzt. Auch die industriellen Abfälle nehmen rasant zu und beliefen sich 2002 nach Angaben der chinesischen Umweltbehörde State Environmental Protection Administration (SEPA) auf rd. 950 Mio. Mg. (+44% gegenüber 1996).


Vertragliche Besonderheiten im Auslandsgeschäft
von Dipl.- Ing. Christoph Werner

Ausgangspunkt für vertragliche Regelungen der Abfallwirtschaft im Auslandsgeschäft sind die im Inland verwendeten Entsorgungs- und Entsorgungsorganisationsverträge sowie Generalunternehmerverträge, Subunternehmerverträge, Werkverträge, Konsortialverträge usw.


Emissionsrechtehandel und Abfallwirtschaft - Ausgewählte Beispiele und Handlungsoptionen für nationale Klimaschutzprojekte in der Abfallwirtschaft
von Dr. Roland Geres, Dipl.Geogr./ Dipl.Ökonom (FH) Bernhard Grimm, Markus Rothe, Dr.-Ing. Heike Santen, Martin Treder

Rechtliche Grundlage für den am 1.1.2005 gestarteten europäischen Emissionshandel stellt die EU- Emissionshandelsrichtlinie dar. Darin ist u.a. festgelegt, welche Anlagentypen verpflichtend am Emissionshandel teilnehmen müssen. Hierunter fallen z.B. Verbrennungsanlagen größer 20 MW Feuerungswärmeleistung und Produktionsanlagen energieintensiver Branchen wie u.a. der Stahl-, Zement-, Glas- und Papierbranche.


Zukunftsmarkt Vietnam bietet gute Chancen für deutsche Unternehmen
von Dr. Annett Weiland-Wascher

Im Zuge der Liberalisierung des Marktes und der wirtschaftlichen Entwicklungen in Vietnam stehen notwendige Investitionen auch im Rahmen des nachsorgenden Umweltschutzes (Abfall-, Abwasserentsorgung, Altlasten) an. Das Land bietet u.a. aufgrund der vielfältigen bestehenden Kooperationen zwischen deutschen und vietnamesischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gute Einstiegmöglichkeiten für deutsche Unternehmen.


Dezentrale Entsorgungssysteme für Tourismuszentren am Beispiel des Projekts Modulaare (Sarigerme park, Türkei)
von o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert, Andreas Schultheiß, Dieter Steinbach, Prof. Dr.-Ing. Jörg Krampe, Demet Antakyali

Der Gedanke der Nachhaltigkeit von Tourismusgebieten beschränkt sich nicht allein auf die Situation der Umwelt, sondern ist vielmehr an eine Nachhaltigkeit des gesamten Wirtschaftslebens gebunden. Verliert eine Destination durch abnehmende Attraktivität an Nachfrage, brechen oftmals die aufgebauten Wirtschaftsstrukturen dieser Region zusammen. Somit ist der Erhalt oder die Verbesserung der Umweltbedingungen die einzige Möglichkeit, die wirtschaftlichen Strukturen zu erhalten und insbesondere zu erweitern. Damit auch beim Massentourismus eine sowohl im ökologischen als auch ökonomischen Sinne nachhaltige Bewirtschaftung eingeführt werden kann, werden im Rahmen des Projektes die Grundlagen für Lösungsansätze erarbeitet. Das Projekt zeigt Möglichkeiten auf, die der Übernutzung bestehender Tourismusgebiete, deren Umweltsituation häufig durch Abfall-, Abwasser-, und Energieprobleme gekennzeichnet ist, entgegenwirken.


EU-25: Wachstumsmarkt für deutsche Verfahren zur thermischen Abfallbehandlung
von Dipl.-Phys. Ph.D. Edmund Fleck

Abfall, speziell Abfall aus Haushalten, ist ein Thema, das uns alle angeht. Wir alle erzeugen tagtäglich Abfälle. Wobei in vielen Fällen Gegenstände, die wir als Abfall entsorgen, nicht notwendigerweise das Ende ihres Gebrauchszyklus erreicht haben; vielfach wollen wir diese einfach nicht mehr, weil sie uns nicht mehr gefallen, eine eventuell notwendige Reparatur teurer ist als der Neukauf etc. Wir alle tragen also nicht unwesentlich zu dem in den meisten Ländern immer noch steigenden Abfallaufkommen bei.


EU-Wachstumsmarkt für deutsche MBA-Technologien?
von Dipl. Ing. Jürgen Schütte

Die aktuelle Gesetzgebung hat Rahmenbedingungen für die Abfallwirtschaft definiert. In Deutschland hat insbesondere die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) durch die Abfallablagerungsverordnung an Bedeutung gewonnen. Anlagenbauer haben sich frühzeitig dieser Entwicklung gestellt und haben Behandlungsverfahren für Restabfall entwickelt und realisiert.


Marktchancen Abfallwirtschaft in der Türkei
von Professor Dr.-Ing. Oktay Tabasaran

Die Republik Türkei auf dem Weg in die Europäische Union ist dabei, ihre legislativadministrativen und technischen Strukturen an die neuen Gegebenheiten anzupassen.


Umsetzung der EU-Deponierichtlinie in Großbritannien
von Dr.-Ing. Wolfgang Müller, Dr. Hugh Bulson, Dipl.-Ing. Thomas Turk

Eine wesentliche Forderung der EU-Deponierichtlinie1 besteht darin, den Anteil der biologisch abbaubaren Abfälle, die deponiert werden, zu reduzieren. Ausgehend von der angefallenen Abfallmenge im Jahr 1995 ist eine Reduktion um insgesamt 65% über einen Zeitraum von 15 Jahren in drei Stufen zu erreichen. Mitgliedsstaaten, die im Jahr 1995 mehr als 80% ihrer Abfälle deponiert haben, können einen Aufschub um weitere vier Jahre erhalten.


The waste management concept of Hochiminh City, Vietnam
von Nguyen Trung Viet

Hochiminh city is the biggest economical, industrial, commercial, export and service center of Vietnam. Thanks to the advantage of the geographical position, climate, soil, land and waterway transportation systems, Hochiminh city obtains the highest economic development rate (12 – 15%/year) of the country. The city has become the main force for not only the Southern Major Economic Region but for the whole country, too.


Abfallwirtschaft in Tschechien und Polen - Herausforderungen und Chancen
von Walter Hammann, Dr. Bärbel Birnstengel

Mit dem Beitritt der zehn neuen Mitglieder der Europäischen Union zum 1. Mai des vergangenen Jahres fand die bisher umfangreichste Erweiterung der EU ein formales Ende. Europa wächst immer weiter zusammen – und das auch in der Abfallwirtschaft. Europäisierung heißt nicht nur, dass das nationale an das europäische Recht angeglichen wird, sondern auch, zusammen zu arbeiten und die globalen Herausforderungen in der Abfallwirtschaft gemeinsam zu lösen. Allzu oft scheint sich die gegenwärtige Diskussion jedoch auf den Bereich der grenzüberschreitenden Abfallverbringung zu konzentrieren, was dem komplexen Thema in keiner Weise gerecht wird. Längst sind noch nicht alle Aufgaben dieses Beitritts abgeschlossen worden. Das zeigen u.a. diverse Übergangsfristen, von denen allein im Bereich der Abfallwirtschaft 19 festgeschrieben wurden. Die Erweiterung der EU wird hier alle ihre Mitglieder vor neue Herausforderungen, aber auch Chancen stellen. Um zukünftig am Markt bestehen zu können, sind alle Akteure aufgerufen, mögliche Chancen zu erkunden und neue Geschäftsfelder zu erschließen.


Schulprojekt Thailand
von Dipl.-Ing. Gunnar Hädrich, Dipl.-Ing. Antje Klauß-Vorreiter

Die Projekt „Praxisorientierte Umweltbildung für thailändische Lehrer und Schulangestellte“ umfasst die Entwicklung und Umsetzung eines Umweltbildungskonzeptes für thailändische Lehrer und Schulangestellte sowie die Schaffung einer umweltfreundlichen Lernumgebung für die Realisierung von praxisorientierter Umweltbildung. Unterstützt wurde das Projekt durch die Deutsche Investition- und Entwicklungsgesellschaft (DEG). Durchgeführt wurde das Projekt an einer thailändischen Privatschule, dem Assumption College Thonburi (ACT). Die thailändischen Lehrer und Schüler der Schule sollen lernen, Umweltprobleme zu erkennen und sich Gedanken, um deren Lösung und Vermeidung zu machen. Sie sollen lernen, dass der Schutz der Umwelt Teil des täglichen Lebens sein kann. Nur die Integration des Umweltschutzes in Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur, Politik und Gesellschaft kann zu einer nachhaltigen Verbesserung der Umwelt führen.


Anforderungen an die Verwertung von Abfällen als Baustoffe auf einer Deponie
von BD Dipl.-Ing. Karl Wagner

Mit der Deponieverordnung hat die Bundesregierung die Ablagerung und Langzeitlagerung von Abfällen entsprechend dem Stand der Technik abschließend normiert. Mit dieser Verordnung wird die EG-Deponierichtlinie gemeinsam mit der bereits erlassenen Abfallablagerungsverordnung unter Einbeziehung der Neuregelungen des Gesetzes zur Umsetzung der UVP-Änderungsrichtlinie, der IVURichtlinie und weiterer EG-Richtlinien zum Umweltschutz vollständig umgesetzt.


Gewährleistung der rechtskonformen Abfallablagerung im Falle des Ausfalls von Anlagen - Beispiele für MVA- und MBA-Anlagenausfallverbund Baden-Württemberg
von Dipl.-Kfm. Michael Horix

Von den Mengen des Jahres 2003 wurden rd. 827.000 Mg, d.h. rd. 40% einer thermischen Behandlung zugeführt, rd. 1,1 Mio. Mg, d.h. rd. 54% wurden auf den 48 bestehenden Hausmülldeponien abgelagert. Die restlichen rd. 6% wurden mechanisch- biologisch vorbehandelt.


Spezifische Aspekte von MBA-Deponien: Deponieverhalten des rottegutes, bauliche Einrichtungen und Anforderungen an den Betrieb
von Dr.-Ing. Kai Münnich, Dipl.-Ing. Jan Bauer, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke

Ein wesentliches Ziel der Vorbehandlung von nicht verwertbaren Siedlungsabfällen ist es, die Verlagerung der heutigen Entsorgungsprobleme auf künftige Generationen zu unterbinden. Ein entscheidendes Problem der bisherigen Ablagerungspraxis liegt in der sehr langen Nachsorgedauer. Ein Hauptaugenmerk der Abfallablagerungsverordnung (2001) liegt daher in der Definition und Sicherstellung einer Qualität des Ablagerungsproduktes, sodass langfristig die Emissionen auf dem Sickerwasser- als auch dem Gaspfad auf ein Minimum reduziert werden.


Ausfallverbünde eine neue Aufgabe der Abfallwirtschaftsplanung?
von Werner Schmidt

Das Ende der Ablagerung unvorbehandelter Abfälle ab dem 01.06.2005 wird zweifellos die Entsorgungsszene für Siedlungsabfälle einschließlich Gewerbeabfälle maßgeblich verändern. Hauptbetroffene sind die Kreise und Städte, die ihre organischen Abfälle bis zuletzt deponiert haben. Aber auch Gebietskörperschaften, die schon seit längerem ihre Abfälle verbrennen, sind betroffen. Ebenfalls wird sich der Markt für die Verwertung von Gewerbeabfällen neu orientieren müssen.


Sind Deponien wirklich Abfallbeseitigungsanlagen?
von Dipl.-Ing. Klaus Stief

Nach dem Gesetz sind Deponien Abfallbeseitigungsanlagen. Im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) § 3 Begriffsbestimmungen heißt es: (10) Deponien im Sinne dieses Gesetzes sind Beseitigungsanlagen zur Ablagerung von Abfällen oberhalb der Erdoberfläche (oberirdische Deponien) oder unterhalb der Erdoberfläche (Untertagedeponien). Zu den Deponien zählen auch betriebsinterne Abfallbeseitigungsanlagen für die Ablagerung von Abfällen, in denen ein Abfallerzeuger die Abfallbeseitigung am Erzeugungsort vornimmt.“


Nachnutzung für Deponien - die Planung muss schon beim Deponieabschluss beginnen, Praxis-Beispiele, Pilotprojekte, Ideen
von Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger

Ideen für die Nachnutzung von Deponien gibt es viele. An einigen Deponien wurden sie auch bereits realisiert. Im Grunde reichen sie von der Einrichtung kleiner lokaler Zoos über Freizeiteinrichtungen und Naturreservate bis zu Gewerbeflächen oder Standorte für alternative Energieerzeugungsanlagen.


Stilllegung und Nachsorge von Siedlungsabfalldeponien - wie, wie lange, wie teuer?
von Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann, Dr.-Ing. Kai-Uwe Heyer

Das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung haben bis in die neunziger Jahre hinein zu einem stetigen Anwachsen der zu beseitigenden Abfallmengen geführt. Die Siedlungsabfälle wurden überwiegend ohne weitere Vorbehandlung auf Müllkippen und später auf „geordneten“ Deponien abgelagert. Die zur Ablagerung gewählten Standorte waren hinsichtlich geologischer wie hydrogeologischer Gegebenheiten oft ungeeignet. Technische Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt haben sich vielfach als unzureichend erwiesen.


Ausfallverbünde auf dem Prüfstand, Gewährleistung der rechtskonformen Abfallablagerung im Fall von Anlagenausfällen - Beispiel für MBA
von Dr. Herbert Bleicher

Bis zum 31. Mai 2005 konnte Entsorgungssicherheit bei Ausfällen oder Teilausfällen von Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlagen noch durch die vorübergehende Verbringung dieser Abfälle auf Deponien gewährleistet werden. Das Gleiche galt im Fall von Revisionen, Reparaturen oder Störungen der Mechanisch- Biologischen Aufbereitungsanlagen. Seit dem 1. Juni 2005 ist dies wegen der Anforderungen der Abfallablagerungsverordnung und der Technischen Anleitung Siedlungsabfall nicht mehr möglich. Seit diesem Tag ist bundeseinheitlich nur noch die Ablagerung von vorbehandelten Abfällen erlaubt. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, was bei Anlagenstillständen oder Störfällen mit den unvorbehandelten Abfällen passiert.


Zukünftige Gewerbeabfallmengen im Kontext der Entsorgungssituation nach 2005 - Probleme behoben oder doch nur verschoben?
von Holger Alwast

Die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) aus dem Jahr 1993 und die Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV) vom März 2001 haben bereits bis zum Stichtag 01. Juni 2005 zu erheblichen Veränderungen der Strukturen in der Abfallwirtschaft geführt. Sind zum Stichtag alle Ziele erreicht worden und was ist in den kommenden Jahren zu erwarten?


Kompostierbare Produkte aus Biokunststoffen
von Dr. Harald Käb

Es geht voran im Markt – kürzer könnte man die augenblickliche Situation bei der Markteinführung von Biologisch Abbaubaren Werkstoffen und Biokunststoffen in Europa nicht zusammenfassen. Auch in der Politik stößt die Innovation auf wachsende Unterstützung, so gilt in Deutschland seit Juni 2005 eine neue Regelung in der Verpackungsverordnung. Die Trends im europäischen Markt und die gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen im Blickpunkt dieses Branchenreports.


Bioschmierstoffe aus Abfall(fetten)
von Dr.-Ing. Tina Dettmer, Dr.-Ing. Ralf Bock, Dr.-Ing. Christoph Herrmann

Tribologische Fragestellungen haben eine volkswirtschaftliche Dimension, denn Reibung und Verschleiß verursachen durch Kosten für Energieaufwand und Instandhaltung, für Ersatzteile und Ausfallzeiten erhebliche Verluste (Deters, Fischer, Spencer, ZDF). Für das Jahr 2003 wurden die reibungs- und verschleißbedingten Kosten in Deutschland auf zwei bis sieben Prozent des erbrachten Bruttoinlandsproduktes (2.130 Mrd. €, Statistisches Bundesamt) geschätzt. Wird ein Mittelwert von 4,5 Prozent angenommenen, ergibt dies Kosten in Höhe von 95,9 Mrd. € (ZDF).


Vom Treibstoff bis zum Schmierstoff - CO2-neutrale Produkte aus Abfällen
von Prof. Dr. Wolfgang Steiger

Veränderliche wirtschaftliche, technische und soziale Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Trends und resultierende Kundenanforderungen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Fahrzeuge und Mobilitätssysteme. Besonders die sich abzeichnende Veränderung der Altersstrukturen, zunehmende Polarisierung und Individualisierung werden neue Fahrzeugkonzepte und Antriebe zur Folge haben. Daneben spielt die Umwelt- und Ressourcenschonung nach wie vor eine sehr entscheidende Rolle. All diese Gesichtspunkte müssen in einem vernünftigen Kompromiss zu einem nachhaltigen Produkt zusammen gefügt werden. Nachhaltigkeit erfordert dabei eine Balance aus Ökologie und Ökonomie unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte. Die Aufgabe heutiger und zukünftiger Ingenieure ist es, diese Balance zu finden und in faszinierende Produkte umzusetzen.


Juni 2005, 2006 und 2015 - Meilensteine für die Verwertung oder Beseitigung von Shredderrückständen?
von Dr.-Ing. Martin Botsch, Markus Heering

Am 1. Juni 2005 greift das Ablagerungsverbot für nicht behandelte Abfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und TA-Siedlungsabfall. Entsprechend dürfen dann auch keine Shredderrückstände mehr deponiert werden, wenn sie nicht den in der TASI angegebenen Anforderungen entsprechen /12,21/.


Selbsttragende Ressourcenwirtschaft - hochwertige Abfallverwertung vor dem Hintergrund sich ändernder Weltmarktpreise
von Dr. Stephan Harmening

Herr Professor Brunner hat es in seinem Vortrag deutlich gemacht: Die Schonung wertvoller, weil endlicher Ressourcen ist eine der weltweit vordringlichen Herausforderungen, auf die die private Entsorgungswirtschaft Antworten geben kann.


Abfälle aus kommunalen Abwasseranlagen - Ergebnisse der DWA Klärschlammerhebung 2003
von Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl

Aus den kommunalen Abwasseranlagen fallen als Massenabfälle Klärschlamm, Rechen- und Sandfanggut sowie Kanalräumgut an. In der Vergangenheit wurden erhebliche Anteile dieser Abfälle ohne Vorbehandlung auf Deponien abgelagert. Mit dem Ende der Übergangsfirst der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) zum 1. Juni 2005 steht die Ablagerung ohne Vorbehandlung als Entsorgungsweg nicht mehr offen und die Betreiber der Abwasseranlagen müssen für die bisher auf diesem Weg entsorgten Abfälle alternative Lösungen finden.


Strategien für die Zukunft der Siedlungsabfallentsorgung - Ziel 2020
von Dr.-Ing Helmut Schnurer

Das Abkippen von Abfällen wurde lange Zeit als ein Universalweg zur „Entsorgung“ angesehen. Bis zum 1. Abfallbeseitigungsgesetz von 1972 bestanden in der Bundesrepublik Deutschland rd. 50.000 dezentrale Müllkippen, meist ohne besondere Anforderungen und ohne Kontrolle dessen, was dort abgelagert wurde. Mit der ersten gesetzlichen Regelung wurden die meisten dieser Müllkippen abgeschlossen und durch größere, zentrale und kontrollierte Deponien ersetzt. Gleichwohl muss davon ausgegangen werden, dass viele dieser alten Deponien zu umweltbelastenden Altlasten wurden oder noch werden.


Abfallstoffe und Ressourcenschutz - mit besonderer Betrachtung der Ressource Phosphor
von Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl

Bedingt durch die Anstrengungen, die Ablaufqualität von Kläranlagen ständig zu verbessern, wird auf unseren Klärwerken ein immer größerer Mitteleinsatz, verbunden mit höheren Energieverbräuchen, nötig. Derzeit finden als Emissionen von Kläranlagen nahezu ausschließlich die nach Reinigung im Abwasser verbleibenden Restverschmutzungen sowie Geruchsemissionen Berücksichtigung.


Der informelle Sektor - Müllsammler in der Abfallwirtschaft Lateinamerikas
von Dr.-Ing. Heike Santen, Dipl.-Ing. Frank Schweizer, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke

In vielen Ländern bestreiten informelle Müllsammler ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln und Verkaufen von Wertstoffen, die sie aus dem Müll - auf der Straße oder auf den Deponien- heraussuchen. Häufig sind es ganze Familien, die teilweise seit Generationen hier ihre Überlebensnische finden.


Die andere Seite der Abfallwirtschaft in Entwicklungsländern
von Dipl.-Geol. Gereon Hunger, Dipl.-Ing. Sandra Spies, Dr.-Ing. Günther Wehenpohl

Die Abfallwirtschaft erfährt in Entwicklungs- und Schwellenländern vielfach eine untergeordnete Bedeutung in der Politik. Etwa die Hälfte der in diesen Ländern lebenden städtischen Bevölkerung muss bislang ohne eine geregelte Sammlung auskommen: sie lebt neben Ansammlungen von Abfall in den Straßen, verbrennt ihn in Hinterhöfen und plagt sich mit Kakerlaken, Ratten sowie anderem Ungeziefer, verschmutzten Gewässern, verstopften Abwasserrinnen und stechenden Gerüchen.


Globale Armutsbekämpfung setzt wirksamen Umweltschutz voraus - der Beitrag der Abfallwirtschaft
von Christian Nels

Das Thema der heutigen Veranstaltung ist „Abfallwirtschaft international, Technologie- und Know-how-Transfer – eine Chance für die deutsche Exportwirtschaft“. Da fällt mir als erstes die Frage ein: „Hat denn die deutsche Exportwirtschaft mit ihrer Technologie und ihrem Know-how im Exportbereich nicht nur in den Ländern eine Chance, in denen die Abfallsituation der unseren vergleichbar ist und die Regierungen ähnliche Anforderungen an eine umweltverträgliche und nachhaltige Abfallwirtschaft stellen oder in absehbarer Zeit stellen werden?“ Beispiele sind die Mitgliedsländer der EU, ihre benachbarten Länder sowie andere industrialisierte Länder.


Recycling und Abfallminimierung in Europa - Ergebnisse einer vergleichenden Studie aus 8 europäischen Städten
von o. Univ. Prof. Dr. Gerhard Vogel

Im Rahmen einer vergleichenden Studie wurden die abfallwirtschaftlichen Leistungen von 8 europäischen Städten einer Evaluierung nach einem speziell entwickelten Evaluierungstool unterzogen. Dabei wurden auch die Stoffflüsse hinsichtlich der Verwertungsoptionen untersucht und anschaulich miteinender – sowohl dem Volumen als auch der Masse nach verglichen.


Insel Deutschland oder europäische TASi?
von Anne Baum-Rudischhauser

Es mag sein, dass Sie mein Titel „Insel Deutschland oder europäische TASi“ überrascht. Auf den ersten Blick scheint mit der Überschrift des Themenblocks: „Kooperationen und Partnerschaften, Strategien zur Markterschließung“ kein Zusammenhang zu bestehen. Sie werden jedoch gleich sehen, dass die Ideen, die ich Ihnen vorstellen werde, die Grundlage für die Bildung von Partnerschaften legen und gleichzeitig neue Marktperspektiven auftun werden.


Ökologische Effekte durch energetische Nutzung von Abfällen
von Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski, Prof. Dr.-Ing. Christina Dornack, Dr.-Ing. Matthias Schirmer

Zwischen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft gibt es eine Vereinbarung zur Minderung der CO2-Emissionen und der Förderung der Kraft-Wärme- Kopplung. Darin hat die deutsche Wirtschaft zugesagt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 gegenüber 1998 um 45 Mio. Mg zu mindern.


Stability of landfills - the bandung dumpsite disaster
von Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke, Dr.-Ing. Florian Kölsch

Stability of landfills is one of the major geotechnical tasks in landfill design and operation. The knowledge about waste mechanics has significantly improved over the last decade. In Germany several large research projects have been conducted. In 1997, German Geotechnical Society released a technical recommendation reflecting the state of art in stability analysis. However, there are still open questions particularly about the influence of regional parameters such as tropical climate conditions, but also about variations in landfill operation and waste composition.

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