61. Informationsgespräch

BSE und Entsorgungswirtschaft
von Walter Däschner

Die Probleme für Abfallwirtschaft und Landwirtschaft werden bis heute nicht immer objektiv, sondern häufig emotional diskutiert. Dabei werden dann gelegentlich auch seriösen Herstellern qualitativ hochwertiger Dünger aus organischen Reststoffen zweifelhafte Vorgehensweisen unterstellt. Dies führt zur Tendenz einer pauschalen Verurteilung aller Reststoffe, zu einer zurückgehenden Akzeptanz bei den potenziellen Abnehmern und zur Forderung nach neuen, schärferen Regelungen. Die aktuelle BSE-Problematik hat diese Tendenz eher noch verstärkt.


BSE-Problematik bei der Verwertung von Schlachtnebenprodukten und sonstigen fleischhaltigen Abfällen
von Ulrich Havekost, Dr. Radulf C. Oberthür

Im folgenden soll insbesondere auf die Rolle der Verwertung von Schlachtnebenprodukten bei der Verbreitung von BSE eingegangen werden und Lösungsansätze zur Verhinderung einer Ausbreitung aufgezeigt werden.


Hygieneprobleme und Risikobetrachtung bei der Anwendung von organischen Düngemitteln
von Dr. Werner Philipp

Im Zusammenhang der Diskussion um „BSE“ und „MKS“ stellt sich die Frage der möglichen Risiken bei der Anwendung der verschiedensten biologischen Abfälle als Dünger in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund soll in den weiteren Ausführungen der Versuch einer Risikoabschätzung unternommen werden verbunden mit Vorschlägen für eine pragmatische Vorgehensweise bei der zukünftigen unbedenklichen landwirtschaftlichen Verwertung von Düngemitteln mit Bestandteilen tierischer Herkunft.


Fragen zur Tenazität und Verbreitung der Erreger der „Anzeigepflichtigen Tierseuche“ Maul- und Klauenseuche (MKS) sowie der Bovinen Spongiformen Encephalopathie (BSE) in bzw. aus biotechnologischen Behandlungsanlagen
von Dr. Werner Philipp

Folgende Fragen werden erörtert


Neue Anforderungen aus Sicht der Umweltpolitik
von RDir Dr. Claus-Gerhard Bergs, Stephan Dreyer

Die BSE-Problematik ist nicht allein ein landwirtschaftliches und gesundheitspolitisches Problem. Der Rinderwahn hat auch Einflüsse auf die Abfallentsorgung in den Bereichen Klärschlammverwertung und Bioabfallverwertung und in erster Linie natürlich auf die Verbrennung von Tiermehlen und -fetten, obwohl die Tiermehle und -fette gar nicht dem Abfallrecht, sondern dem Tierkörperbeseitigungsrecht unterliegen.


BSE vor dem Hintergrund eines Stoffstrommanagements für biologische Kreisläufe
von Prof Dr. Michael Braungart

Thesen zur Auswirkung des Verfütterungsverbotes von tierischen Proteinen


Anforderungen an die Verarbeitung von Speise- und Nahrungsmittelresten
von Uwe Kohl


Perspektiven der Entsorgung von Tierkörpern/ Schlachtabfällen, Speiseabfällen und überlagerten Lebensmitteln
von Manfred Gellner

– Erfahrungen aus der Praxis


Pflanzenbauliche Verwertung von Komposten und Gärresten
von Dipl. Ing. Georg Kosak

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe, die unter dem Titel „BSE und Entsorgungswirtschaft“ steht, gilt es gegen populistische Medienberichte mit nicht immer seriösen Schlagzeilen, dem Ankünden stets weiterer Forschungsbedürfnisse und aus dem Streit divergierender Interessengruppen, den klaren Blick auf nachhaltig positive Zielsetzungen zu richten.


Landwirtschaft, Kompost und Klärschlamm – ein BSE-Thema?
von Johann B. Schneiderbauer

Die Betrachtung von Klärschlamm und Kompost im Zusammenhang mit dem Auftreten von BSE unterstellt, dass eine Infektion der Bevölkerung mit dem Erreger bereits stattgefunden hat. Die Verbreitung des Erregers über menschliche Ausscheidungen käme als weitere Voraussetzung hinzu.


Technische Anforderungen und allgemeine Empfehlungen für die Entsorgung von Tiermehl und Tierfett in Verbrennungsanlagen
von Dr. Ing. Adolf Nottrodt, Dipl.-Ing. Jürgen Chibiorz

erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Stand: 23.02.2001


Mitverbrennung von Tiermehl im Braunkohlekraftwerk Buschhaus
von Markus Nitschke

Die Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG verstromt seit rund 130 Jahren die Braunkohlevorkommen des Helmstedter Reviers in den Kraftwerken Buschhaus und Offleben.


Vergasung von Tiermehl und Tierfett
von Hartmut Huck

Über eine Million Tonnen Tiermehl und tierische Fette fallen in Deutschland jährlich an. Seit dem Inkrafttreten des totalen Verfütterungsverbotes im Dezember 2000 ist aus einem einst begehrten Produkt quasi über Nacht ein Abfall geworden.


Kühlschmierstoffe aus tierischen Fetten
von Dr.-Ing. Ralf Bock

Für den Fertigungsbereich Schleifen ist der Kühlschmierstoff ein Problembereich, dessen Lösung mehr und mehr in den Vordergrund rückt.


Besteht eine Gefährdung durch die Abwasser- und Schlammverwertung?
von Dipl.-Ing. Silke Asmussen, Anett Baum

Die Hygiene im Bereich der Entsorgung ist schon seit mehr als fünfzig Jahren ein wichtiges Thema der ATV-DVWK


Bioabfall und Botulismus
von Michael Fricke

Was haben Bioabfall und Botulismus gemeinsam (außer dass Sie beide mit „B“ anfangen)?


BSE und das Ende der Nachhaltigkeit
von Dipl.-Ing. Martin Burth

Noch wird in Deutschland die getrennte Sammlung und Verwertung von Bioabfällen aus Haushalten im Sinne von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit politisch gewollt und auf Bundes- und Länderebene auch gesetzlich gefordert. Die meisten Landkreise und Städte sind längst flächendeckend an die Bioabfallsammlung angeschlossen und sammeln jedes Jahr rund 7 Millionen Tonnen Bioabfälle.


Landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm und Biokompost

Stellungnahme zum Thema von ANS e. V, ATV-DVWK e. V., VDLUFA und BNS e. V.

Termine des ANS