65. Informationsgespräch

Referenten und Ausstellerliste


Vorwort von Jürgen Trittin
von Bundesminister a.D. Jürgen Trittin

Der menschlich verursachte Klimawandel ist ohne Zweifel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Klimaschutz erfordert eine konsequente Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen, wie sie insbesondere aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe resultieren.


Nationale und internationale Perspektiven der Biomassenutzung
von Rainer Hinrichs-Rahlwes

Die Nutzung erneuerbarer Energien hat in den letzten Jahren eine überaus positive Entwicklung genommen, die viele Skeptiker nicht für möglich gehalten haben. Ende 2003 wurden über 3 % der Primärenergie bzw. 7,95 % des Stroms, 4,1 % der Wärme und 0,9 % der Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien bereitgestellt. Diese Entwicklung hat sich im laufenden Jahr weiter fortgesetzt.


EEG und Emissionshandel - Die Bedeutung der energierechlichen Neuerungen für die Abfallwirtschaft
von RA Hartmut Gaßner, Dr. Antje Kanngießer

Das Jahr 2004 hat für die Energiewirtschaft erhebliche Neuerungen mit sich gebracht. Am 01.08.2004 ist das novellierte Gesetz für den Vorrang der erneuerbaren Energien, weithin bekannt als Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), in Kraft getreten. Kurz zuvor, am 15.07.2004, wurde das Grundgesetz für den Emissionshandel in Deutschland, das sog. Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) verbindlich.


Biomassenutzung in Niedersachsen - Chancen für die Region
von Hans-Heinrich Sander

Die Niedersächsische Landesregierung hält unter den aktuellen Bedingungen an einer technologieoffenen Energiepolitik fest. Hierin müssen alle Energieträger - also auch die Kernenergie - im Interesse der Umwelt, der Sicherheit der Energieversorgung und der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ihren Platz haben.


Potenzialanalyse des Biomasseaufkommens am Beispiel Niedersachsens
von Dipl.-Ing. Michael Kralemann, Prof. Dr. Michael Nelles

Das Potenzial der festen Bioenergieträger gliedert sich in Holz und Stroh, wobei Holz zurzeit aufgrund der wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen eine wesentlich größere Bedeutung hat.


Grundlagen der Zwischenergebnisse zur Erhebung der Hessischem Biomasse
von Dipl.-Ing. Thomas Turk, Joachim Fischer, Dipl.-Ing. Thomas Raussen, Dr.-Ing. Michael Kern

Im Rahmen seiner Aktivitäten zur Förderung der energetischen und stofflichen Produktion sowie Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen in Hessen lässt das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz derzeit das Biomassepotenzial und Szenarien zur Produktion und Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Hessen durch die Projektgemeinschaft Bio-Rohstoffe bestimmen. Die endgültigen Ergebnisse sollen im Frühjahr 2005 vorliegen.


Stand der Perspekiven der Energiegewinnung aus Biomasse - Welche Option gehört der Zukunft?-
von Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dr. Alexander Vogel

Erneuerbare Energien und insbesondere Biomasse gelten als einer der Hoffnungsträger, wenn es um eine zukünftig umwelt- und klimaverträglichere Energieversorgung geht; deshalb werden sie auch mit nicht unerheblichen Mitteln der öffentlichen Hand unterstützt. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der folgenden Ausführungen, den Stand und die Perspektiven einer End- bzw. Nutzenergiebereitstellung aus Biomasse unter den in Mitteleuropa gegebenen Randbedingungen darzustellen. Dazu werden die Möglichkeiten einer Wärme- und Strom- sowie einer Kraftbereitstellung (d. h. als Treibstoff für den Traktionsbereich) analysiert und die anhand technischer, ökonomischer und ökologischer Größen sowie anhand der Potenziale und deren Nutzung in Deutschland gegenüber gestellt. Dabei zeigt sich u.a., dass insbesondere eine Wärmebereitstellung aus biogenen Festbrennstoffen unter den in Deutschland vorliegenden Gegebenheiten eine sehr vielversprechende Option ist.


Ökologische Bewertung unterschiedlicher Optionen zur Verwertung von Fetten und Altspeiseöl
von Dipl.-Geogr. Florian Knappe, Dipl.-Ing. Regine Vogt, Dr.-Ing. Wolfgang Müller

In den meisten der Bundesländer Österreichs haben sich mittlerweile Sammelsysteme etabliert, die Speiseöle und –fette getrennt erfassen und einer Verwertung zuführen. Die getrennte Erfassung erfolgt nicht immer flächendeckend, zielt aber sowohl auf gewerbliche Einrichtungen als auch auf private Haushalte ab.


Welche Chancen bietet das Emissionshandelsgeschäft für die Abfallwirtschaft?
von Wiebke Brasch, Dipl. Ing. Nils Oldhafer

Am 01.01.2005 startet der Emissionshandel. Die Abfallwirtschaft kann vom Emissionshandel profitieren, wenn sie die sich eröffnenden Möglichkeiten hinsichtlich der Verwertung von Abfällen zu nutzen weiß. Gleichzeitig möchten wir in den nachfolgenden Ausführungen einige Gedanken dazu anstellen, ob der „abfallbeeinflusste Teil“ des Emissionshandels, als Teil der flexiblen Mechanismen des Kyotoprotokolls, einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.


Neue Verfahren zur Nutzung von Abwasser und Klärschlamm als Energieträger
von Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl

Bedingt durch die Anstrengungen, die Ablaufqualität von Kläranlagen ständig zu verbessern, wird auf unseren Klärwerken ein immer größerer Mitteleinsatz, verbunden mit höheren Energieverbräuchen, nötig. Derzeit finden als Emissionen von Kläranlagen nahezu ausschließlich die nach Reinigung im Abwasser verbleibenden Restverschmutzungen sowie Geruchsemissionen Berücksichtigung.


Ist die gemeinsame Vergärung von Bioabfällen , Landwirtschaftlichen Abfällen und Energiepflanzen möglich und sinnvoll?
von Peter Weiland

Die gemeinsame Vergärung von Bioabfällen, landwirtschaftlichen Abfällen und Energiepflanzen in landwirtschaftlichen Biogasanlagen ist derzeit weit verbreitet, da bisher in den meisten Fällen erst durch die Mitverarbeitung industrieller, gewerblicher oder kommunaler Bioabfälle eine ausreichende Wirtschaftlichkeit der Biogaserzeugung erreicht werden konnte. Mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien- Gesetzes (EEG) zum 1.8.2004 hat sich die ökonomische Situation völlig verändert, da bei alleiniger Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen, Gülle und Schlempe sowie von Mischungen dieser Stoffgruppen ein Bonus auf den eingespeisten Strom gewährt wird, um einen Anreiz für die energetische Nutzung landwirtschaftlicher Roh- und Reststoffe zu geben. Es gilt daher zu prüfen, welche Vor- und Nachteile sich aus der gemeinsamen Verarbeitung von Energiepflanzen und Abfällen ergeben und welche Entwicklungstendenzen daraus resultieren.


Einpeisung versus Verströmumg von Biogas - technische Ökonimie und ökologische Aspekte-
von Dipl.-Ing. Klaus Heinze, Markus Zeifang

Biogas wird heute in aller Regel direkt an seinem Entstehungsort verstromt. Die erzeugte Elektroenergie wird ins Stromnetz eingespeist. Die anfallende Wärme wird zu ca. 30 % bis 50 % für den Biogasprozess benötigt; der Rest wird zumeist ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Mit dem neuen EEG wird ein zusätzlicher Anreiz gegeben, auch diese Restwärme zu nutzen. Dafür muss das Biogas in einer Kraft-Wärme- Kopplungsanlage mit externer Wärmenutzung - also mit Wärmenutzung außerhalb der Gaserzeugung selbst - verstromt werden.


Betriebliche und Bautechnische Probleme bei der Vergärung - Ergebnisse einer Schwachstellenanalyse für die Trocken- und Nassvergärung
von Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke, Dipl. -Ing. Axel Hüttner, Dr.-Ing. Heike Santen, Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl, Dipl.-Geoökol. Tobias Bahr

Die Anaerobtechnik zur Verarbeitung von Bio- und Restabfällen hat im Laufe der letzten zehn Jahre an Bedeutung gewonnen. Auftrieb erhalten Vergärungsverfahren vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung regenerativer Energien für den Klima- und Ressourcenschutz.


Die EEG-Novelle - Möglichkeiten und Grenzen für die Biogasbranche -
von Dr. Claudius da Costa Gomez

Nach mehr als zwei Jahren intensiver Überzeugungsarbeit ist es gelungen, eine kostendeckende Vergütung für die Nutzung von Energiepflanzen im Erneuerbaren- Energien-Gesetz (EEG) festzuschreiben. Damit hat die Bundesregierung die Grundlage für eine weitreichende Veränderung in der landwirtschaftlichen Produktion geschaffen. Als klares Anzeichen für den beginnenden Boom ist die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach Informationen zum Thema Biogas zu sehen.


Zukunftsaussichten zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse in Deutschland - zentrale Ergebnisse eines BMU- Forschungsprojektes -
von Uwe R. Fritsche, Dipl.-Ing. Günter Dehoust

Seit 1998 erfahren die Erneuerbaren Energien einen enormen Aufschwung. Dieser ist vorwiegend dem Einsatz der Bundesregierung für eine Wende hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung zu verdanken. Deren Zielvorgaben für die Zukunft sind anspruchsvoll: Bis 2010 werden mindestens 12,5 % Strom und mindestens 4,2 % Primärenergie aus Erneuerbaren Energien angestrebt.


Biomasse zur energetischen Nutzung in Kraftwerken - Technologie der Anlagen und Qualitätsanforderungen an den Brennstoff -
von Prof. Dr. Rainer Marutzky

Holz ist ein wichtiger Bau- und Werkstoff sowie ein traditioneller Brennstoff. Als Brennstoff wurde Holz in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend von fossilen Energieträgern verdrängt.


Einflussfaktoren für den nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb von Biomassekraftwerken - Voraussetzungen für den nachhaltig wirtschaflichen Betrieb von Biomasse - Heizkraftwerken -
von Dipl. Ing. Klaus Seeger

Über die Euphorie, mit der energetischen Verwertung von Holz- und Biomasse auf Basis komfortabler Stromeinspeisevergütungen sehr gut Geld verdienen zu können, vergessen zahlreiche Investoren in Holzheizkraftwerken die Risiken solcher Projekte, z. B. bei den Brennstoffkonditionen. Eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit von Biomasse-Heizkraftwerken ist trotz EEG Vergütung nur sichergestellt, wenn bei der Konzepterstellung, Anlagenauswahl und im laufenden Betrieb das jeweilige Optimum angestrebt und zumindest annähernd erreicht wird. Nachfolgend sollen die diesbezüglichen wichtigsten Aspekte beleuchtet werden.


Sunfuel - CO2 neutrale Kraftstoffe für heutige und zukünftige Antriebe -
von Prof. Dr. Wolfgang Steiger

Unter Umweltgesichtspunkten wird die Entwicklung von Kraftfahrzeugen und ihren Antrieben weiterhin durch ständig verschärfte Abgasstandards bestimmt, die beispielsweise in Kalifornien auch für konventionelle Antriebe praktisch bei Null liegen. Darüber hinaus gewinnen aber auch Maßnahmen zur Reduktion von Verbrauch und CO2-Emissionen einen ständig wachsenden Einfluss auf die Optimierung von Fahrzeug- und Antriebskonzepten.

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