Erstes G20-Treffen zur Ressourceneffizienz - Führende Wirtschaftsmächte wollen natürliche Ressourcen nachhaltiger nutzen

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks kommen die G20-Staaten heute in Berlin zur Ersten Sitzung des G20-Ressourceneffizienz-Dialogs zusammen. Der neue Regierungsprozess wurde beim G20-Gipfel in Hamburg beschlossen. Ziel ist es, im Kreis der zwanzig größten Wirtschaftsmächte den effizienteren und schonenderen Einsatz natürlich Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser und Land zu fördern. Hendricks und Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Matthias Machnig eröffnen gemeinsam die Konferenz.

Hendricks: "Wer die Klimaschutzziele von Paris erreichen will, der muss in Ressourceneffizienz investieren. Wenn wir Rohstoffe effizienter verwenden, dann sparen wir auch Energie und Transportwege und schützen wichtige Ökosysteme. Wir brauchen ressourcenschonendere Produkte, Produktionsprozesse und Lebensstile. Mit dem neuen Regierungsdialog für Ressourceneffizienz zeigt die G20, dass sie auch die globalen Umweltthemen anpacken kann."

Machnig: "Ressourceneffizienz trägt entscheidend dazu bei, den Industriestandort nachhaltig zu stärken und zu modernisieren. Digitalisierung und Leichtbau sind Treiber für Ressourceneffizienz von denen insbesondere die wachstumsstarken Schwellenländer profitieren können. Mit dem G20 Regierungsdialog ist ein wichtiger Schritt erfolgt, um die dazu notwendige Vernetzung und den erforderlichen Austausch in Gang zu setzen."

Die G20 hat bei ihrem Gipfel in Hamburg am 7. bis 8. Juli 2017 beschlossen, einen kontinuierlichen Dialogprozess zu Ressourceneffizienz zu gründen. Als eine der letzten Veranstaltungen unter deutscher G20-Präsidentschaft findet heute und morgen das Erste Treffen des neuen Regierungsprozesses statt. Neben Regierungsdelegationen der G20-Staaten werden auch Vertreter von Internationalen Organisationen, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft erwartet.

Vertreter größerer Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden auf dem Treffen unter anderem erläutern, wie sie in bestimmten Produktionsprozessen oder bei der Gestaltung ihres Produktangebotes durch Prinzipien der Kreislaufwirtschaft den Verbrauch eigener Rohstoffe deutlich verringern.

Nach Berechnungen des Weltressourcenrats (International Ressource Panel) könnte der jährliche Rohstoffverbrauch von derzeit 85 Milliarden Tonnen bis 2050 auf 186 Milliarden Tonnen ansteigen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Mit Ressourceneffizienz und Klimaschutz ließen sich dagegen der Rohstoffverbrauch um 28 Prozent und die Treibhausgasemissionen um über 60 Prozent senken, während gleichzeitig die globale Wirtschaftsleistung um 1 Prozent ansteigt, so der Weltressourcenrat.

Deutschland übergibt die Präsidentschaft der G20 am 1. Dezember 2017 an Argentinien. Die folgenden G20-Präsidentschaften sind Japan (2019) und Saudi Arabien (2020).

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